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Akupunktur – Heilung mit Nadeln

by cyrus
akupunktur

Akupunktur hat mittlerweile einen festen Platz unter den etablierten alternativen Heilmethoden und wird teilweise sogar von den Krankenkassen übernommen. Wie aber funktioniert die Behandlung mit dünnen Nadeln überhaupt und in welchen Bereichen kann Akupunktur wirklich helfen?

Die Lehre der TCM

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) findet auch in Europa immer mehr Anhänger. Sie zu erklären, würde Bücher füllen. Zu den Grundkonzepten der TCM gehört der Glaube an die Balance des Yin und Yang (das weibliche und das männliche Prinzip) und das Fließen der Lebensenergie Qi durch zwölf Meridiane im Körper. Ist einer dieser Meridiane blockiert oder gestört, kann das Qi nicht mehr richtig fließen und der Mensch wird krank. Ziel der Akupunktur ist es dann, den Meridian mit Nadeln zu reparieren.

Nach der TCM gibt es rund 400 bestimmte Akupunkturpunkte, die über den ganzen Körper verteilt sind. Neben den zwölf Hauptmeridianen werden dabei auch acht weitere Meridiane und einige Extrapunkte erfasst. Eng mit der Akupunktur verwandt ist die sogenannte Akupressur, bei der keine Nadeln verwendet werden. Stattdessen werden die gleichen Punkte durch Druck der Fingerspitzen stimuliert. Eine dritte Therapieform ist die sogenannte Moxibustion, bei der mit Wärme gearbeitet wird, zum Beispiel mit Hilfe von erhitzten Nadeln oder Pflastern mit Wärme erzeugenden Heilkräutern.

Wie funktioniert die Akupunktur konkret?

Viele Menschen stehen der Akupunktur skeptisch gegenüber, weil sie Schmerzen durch die Nadelstiche befürchten. Bei einem gut ausgebildeten Mediziner sollte dies jedoch kein Thema sein. Beim Einstechen der Nadeln wird der Patient einen leichten Pieks verspüren, aber mehr nicht. Im Gegenteil: Bei vielen Menschen setzt schon während der ca. 20-minütigen Akupunktur-Sitzung ein Gefühl der Entspannung ein.

Ein guter Arzt wird ohnehin zunächst ein ausführliches Beratungsgespräch führen um sich ein Bild von den konkreten Schmerzen und Krankheitsbildern zu machen. Auch trügen die oft in den Medien verbreiteten Bildern, bei denen der ganze Körper voller Nadeln steckt: Meist werden in einer Sitzung nur ganz wenige Nadeln verwendet und selten mehr als zehn.

Wie häufig eine Akupunktur durchgeführt werden muss, hängt vom Heilungsverlauf ab. Bei akuten Beschwerden, zum Beispiel einem verspannten Nacken, reicht häufig schon eine einzige Sitzung aus um die Blockaden in diesem Bereich zu lösen. Bei chronischen Beschwerden sind dagegen meist mehrere Sitzungen notwendig.

Was bewirken die Nadeln im Körper?

Manche westliche Skeptiker halten die Akupunktur noch immer für Humburg und zahllose Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Es ist jedoch bewiesene Tatsache, dass die Behandlung schon vielen Menschen Erleichterung gebracht hat, vor allem bei chronischen Rückenschmerzen, Kniegelenkschmerzen (Arthrose) und Migräne.

Wie dies konkret vor sich geht, konnte bis heute nicht geklärt werden, doch vermutet wird, dass die Stimulation der Akupunkturpunkte Endorphine im Gehirn freisetzt. Diese körpereigenen Substanzen, die Opoiden ähneln, lösen Glücksgefühle aus und unterdrücken Schmerzen. Eine andere Theorie glaubt, dass die Nadeln die Produktion von Adenosin ankurbeln, einer körpereigenen Substanz, die Neurotransmitter blockiert und so die Weitergabe von Schmerzgefühlen im Nervensystem aufhält.

Probieren geht über Studieren

Letztendlich muss jeder für sich selbst ausprobieren, ob Akupunktur helfen kann oder nicht. Wichtig ist vor allem, einen qualifizierten Mediziner zu finden, der weiß, was er tut. Ein Arzt, der das sogenannte B-Diplom besitzt, hat beispielsweise eine Vollausbildung mit 350 Stunden Unterricht absolviert und dabei schon viel Praxiserfahrung gesammelt. Die Qualitätsinitiative Akupunktur gibt zudem ein Qualitätssiegel für qualifizierte Ärzte heraus.

Auch sollte stets mit der Krankenkasse abgeklärt werden, welche Kosten sie übernimmt. Generell erstatten die gesetzlichen Kassen die Akupunkturkosten bei chronischen Kniegelenksarthrosen und bei chronischen Wirbelsäulenleiden, nicht jedoch bei Kopfschmerzen und Migräne.

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