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Reiki: Heilende Hände aus Japan

by cyrus
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Heilung durch Handauflegen? Zumindest wenn es nach dem Japaner Mikao Usui geht, lassen sich alleine durch die heilende Kraft der Hände Geist und Seele wieder in Einklang bringen und alle möglichen Krankheiten kurieren.

Was bedeutet Reiki?

Das Wort „Reiki“ ist ein Kunstwort, das sich aus den japanischen Wörtern Rei (Geist, Seele) und Ki (Die Lebensenergie) zusammensetzt und von Mikao Usui Ende des 19. Jahrhunderts in die Welt gesetzt wurde. Das „Ki“ ist dabei das gleiche „Qi“, das auch in der traditionellen chinesischen Medizin eine wichtige Rolle spielt und z.B. bei der Akupunktur und beim Qi Gong zur Heilung eingesetzt wird.

Usui wurde 1865 in Taniai in der Nähe von Nagoya geboren und widmete sich dem Studium des Buddhismus, des Taoismus, des Christentums, der Psychologie und der Medizin. Der Legende nach, die auf Usuis Schülerin Takata Hawayo zurück geht, stieg Usui 1922 zum Meditieren auf den heiligen Berg Kurama bei Kyoto und hatte dort eine Erleuchtung (Satori), die ihn ein spirituelles Heilsystem entwickeln ließ, das er Usui Reiki Ryoho nannte.

In den folgenden Jahren gelangen ihm nach eigenen Angaben zunächst in Kyoto und anschließend in ganz Japan zahlreiche Heilerfolge. Zugleich fand er Schüler, denen er die Reiki-Lehre weitergab und die sich schließlich in der ganzen Welt verbreitete.  Nach Deutschland gelangte Reiki vermutlich 1981, als die amerikanische Reiki-Meisterin Mary McFadyen die ersten Kurse abhielt.

Da sich die fernöstliche und die westliche Denkweise stark voneinander unterscheidet, wird heute zwischen dem traditionellen japanischen Reiki und dem westlichen Reiki unterschieden.

Wie verläuft die Reiki-Behandlung?

Der Grundgedanke des Reiki ist die Aktivierung der Lebensenergie (Ki) und damit auch die Stärkung der Selbstheilungskräfte. Der entsprechend geschulte Reiki-Meister legt dabei die Hände auf die Haut des zu behandelnden Patienten, dort wo sich die Schmerzen befinden. Manche ergänzen das Handauflegen durch Massieren und Streicheln, andere bevorzugen es, die Hände nur über dem Körper zu halten ohne die Haut zu berühren.

Viele Menschen haben dabei den Eindruck, dass die Hände des Reiki-Meisters besonders warm sind und fühlen sich alleine schon durch die zusätzliche Wärme wunderbar entspannt.  Eine vollständige Ganzkörperanwendung von Reiki dauert zumeinst eine Stunde, es werden jedoch auch kurze Sitzungen von 20 Minuten angeboten, die beispielsweise in der Mittagspause erfolgen können. Viele Anhänger des Reiki lassen sich auch selbst zum Reiki-Meister schulen um sich selbst behandeln zu können und ihre Gabe auch an andere weitergeben zu können.

Was ist dran am Reiki?

Wie die meisten alternativen Heilmethoden fällt auch Reiki in die Kategorie „Man muss nur fest dran glauben“. Während es keine wissenschaftlichen Belege für die Effektivität von Reiki gibt, schwören viele Menschen darauf, dass sie dank des heilsamen Handauflegens von Krankheiten wie Rheuma oder Arthrose geheilt wurden. Andere nutzen Reiki um sich vom Stress des Alltags- und Berufslebens zu erholen und einem Burnout vorzubeugen.

Die persönliche Ansprache des Reiki-Meisters und die Zuwendung durch die Behandlung spielen hier vermutlich eine wichtige Rolle. Letztendlich sollte auch hier jeder Interessierte einfach einmal eine Behandlung bei einem Reiki-Meister buchen und für sich selbst sehen, ob es etwas bringt oder nicht. Angebote gibt es in ganz Deutschland.

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