Medikamente in der Sauna
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Menschen schätzen die Wärme der Sauna, die das allgemeine Wohlbefinden stärkt und so manches Zipperlein kuriert. Doch nicht immer entfaltet die Sauna die erhoffte Wirkung. Wer aufgrund einer Krankheit gerade Medikamente nimmt, sollte sich beim Arzt rückversichern, dass es keine Wechselwirkungen durch die Wärme gibt. Menschen, die aufgrund chronischer Beschwerden dauerhaft Medikamente einnehmen und erstmals in die Sauna gehen wollen, sollten ebenfalls Rücksprache mit ihrem Arzt halten.

Wechselwirkungen Medikamente und Sauna

Die Wärme sorgt dafür, dass sich die Adern erweitern und Wirkstoffe schneller aufgenommen werden. Oral einzunehmende Tabletten sollten also bereits 2-3 Stunden vor dem Saunabesuch zuletzt genommen werden, damit der Körper den Wirkstoff langsam absorbieren kann. Studien haben außerdem gezeigt, dass sich die in Deutschland weit verbreiteten Betablocker (zur Linderung von Bluthochdruck) allgemein gut mit der Sauna vertragen und sogar eine positive Wechselwirkung für den Körper haben.

Sogenannte Diuretika, entwässernde Medikamente, sollten nicht vor dem Saunabesuch eingenommen werden. Da der Körper durch das Schwitzen ohnehin viel Wasser verliert, kann die medikamentöse Wirkung den Kreislauf stark belasten. Das gleiche gilt für Asthma-Sprays vom Typ der Sympathomimetika, die auf eine Beschleunigung des Pulses abzielen.

Dass vor dem Saunabesuch keine Wärmesalbe (z.B. zur Behandlung von Rheuma) aufgetragen werden sollte, versteht sich eigentlich von selbst. Da sich die Saunawärme und die wärmende Wirkung der Salbe potenzieren, kann es zu einem unangenehmen Brennen auf der Haut kommen.

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Pflaster vor der Sauna abziehen

Vorsicht ist auch bei medizinischen Pflastern geboten, die ihren Wirkstoff über einen längeren Zeitraum an die Haut abgeben. Da die Wärme der Sauna die Durchblutung der Haut anregt, werden die Wirkstoffe schneller aufgenommen. Dies kann zu unangenehmen Nebenwirkungen führen. Da das Tragen eines Pflasters in der Sauna ohnehin unhygienisch, sollte das alte Pflaster vor dem Saunabesuch entfernt werden. Nach dem Saunabesuch wird dann ein frisches Pflaster aufgeklebt. Dies gilt übrigens auch für Nikotinpflaster zur Rauchentwöhnung und Hormonpflaster für die Behandlung von Wechseljahresbeschwerden.

Vorsicht mit Genussmitteln

Für viele Menschen gehört eine längere Pause im Thermalbad mit einem kalten Bier oder einer Tasse Kaffee einfach dazu. Allerdings kann gerade Alkohol die gesunde Wechselwirkung von Wärme und Kälte in der Sauna torpedieren, da Alkohol eine Verengung der Blutgefäße verhindert. Dazu kann es nach dem Saunagang zu einem Blutdruckabfall kommen. Besser: Erst nach dem letzten Saunagang geduscht und bekleidet, ein Bier genießen. Die Wirkung von Kaffee ist weniger stark, doch bei empfindlichen Menschen kann die Kombination aus Koffein, der den Blutdruck ankurbelt, und die anregende Wirkung der Sauna, schon zu Kreislaufproblemen führen. Auch hier gilt: Lieber erst nach dem letzten Saunagang noch eine Tasse Kaffee genießen.

Bildnachweis: Datei: #152206825 | Urheber: Africa Studio

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