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Moorbäder und ihre heilsame Wirkung

by cyrus
moorbad

Von Kopf bis Fuß im Schlamm? Das klingt zunächst nach Kinderträumen, die mit spätestens 10 Jahren ausgeträumt sind. Anders sieht es aus, wenn es sich um sogenannte Moorbäder oder Schlammbäder handelt. Diese gelten schon seit Jahrhunderten als ausgesprochen gesund und heilsam. Der Legende nach entstand das erste deutsche Moorbad 1813 nach der Völkerschlacht bei Leipzig, als der

geschlagene Jérôme Bonaparte (der Bruder Napoleons) seine schmerzenden Knochen unbedingt mit Heilschlamm kurieren wollte. Die Franzosen hatten sich die heilsame Wirkung von Schlamm und Moor bei ihrem Ägypten-Feldzug bei den Einheimischen abgeschaut.

Moor, Schlamm, Fango – was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden häufig für die gleichen Behandlungen verwendet, doch es gibt kleine Unterschiede. Beim Schlammbad wird Schlamm aus dem Boden, der häufig mit heilkräftigen Sedimenten durchsetzt ist, mit Thermalwasser (das ebenfalls über heilsame Inhaltsstoffe verfügt) zusammengerührt und auf die Haut auftragen. In manchen Regionen kommt auch natürlicher heilsamer Schlamm vor – berühmt ist zum Beispiel der Schlamm des Toten Meeres. Gesundheitstouristen können sich in Israel am Ufer des Toten Meeres bis zum Hals in den Uferschlamm einbuddeln um die gesundheitliche Wirkung zu nutzen.

Fango

Auch die bekannten Fangopackungen bestehen aus Heilschlamm, der in der Regel vulkanischen Ursprungs ist. In Italien, dem Mutterland des Fango, wird der Schlamm ebenfalls mit Thermalwasser verrührt und mit Hilfe von speziellen Algen zum Reifen gebracht. Als Zentrum des Fango gilt das Euganeische Becken in der Poebene südwestlich von Padua mit seinen berühmten Kurorten Abano Terme, Galzignano Terme und Montegrotto Terme. Schon seit Jahrzehnten strömen Gesundheitstouristen aus Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Region um rheumatische Beschwerden mit Fangobehandlungen zu lindern.

Fango wird natürlich auch in anderen Ländern angeboten, allerdings handelt es sich dabei um sogenanntes „anorganisches“ Fango, bei dem der Schlamm nicht durch organische Stoffe wie Algen zum Reifen gebracht wird. In Deutschland kommt der vulkanische Schlamm entweder aus dem badischen Bötzingen oder vom Laacher See in der Eifel.

Das echte Moorbad

Viel weiter verbreitet ist in Deutschland das echte Moorbad, das aus Badetorf angerührt wird. Torf ist überall dort vorhanden, wo es große Moorlandschaften gilt. Die Pflanzen, die in diesen Gebieten im Moor langsam vermodern, verwandeln sich in unterschiedliche Torfarten. Je älter der Torf ist, umso fester ist er. Jahrhundertelang wurde Torf vor allem als Brennmaterial verwendet, doch da die meisten Moore heute unter Naturschutz stehen, ist die Verwendung von Torf stark zurückgegangen.

Bestimmte Torfarten werden dagegen für Moorbäder verwendet. Dabei wird die Eigenschaft des Torfes als Wärmespeicher genutzt: Der Patient liegt in einem zähflüssigen Brei, der wesentlich länger warm bleibt als zum Beispiel Badewasser, und glaubt dabei zu schweben. Dies alleine sorgt bei vielen Menschen schon für herrliche Entspannung. Durch die große Wärme des Moorbades wird jedoch auch der Stoffwechsel angeregt und das Immunsystem gestärkt. Entzündungshemmende Substanzen, die sogenannten Huminsäuren, lindern rheumatische Beschwerden. Auch bei Gelenkschmerzen (Arthrose) und Osteoporose werden heilsame Moorbäder verschrieben. Frauen schwören zudem häufig auf Moorbäder um die Beschwerden der Wechseljahre oder während der Menstruation zu mildern. Sogar gegen Unfruchtbarkeit sollen Moorbäder helfen.

Nicht empfohlen werden Moorbäder für Menschen mit Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislaufproblemen, da die hohen Temperaturen des Moorbades eine zu hohe Belastung darstellen. Im Zweifelsfall sollte immer mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Moorbäder für Zuhause?

Theoretisch ist es auch möglich, zuhause in der eigenen Badewanne ein Moorbad zu nehmen. Allerdings werden die angebotenen Packungen dabei so sehr durch das Badewasser verwässert, dass kaum die gleiche Wirkung erzielt werden kann.

Wer Zweifel hat, ob Moorbäder wirklich funktionieren, kann sich zunächst einmal ein Moorheilbad in der näheren Umgebung aussuchen und dort als Tagesgast ein „Probebad“ nehmen. Alleine in Deutschland gibt es rund 25 Moorheilbäder im gesamten Bundesgebiet. Bekannte Moorheilbäder sind auch die drei großen tschechischen Kurorte Marienbad, Karlsbad und Franzensbad, die jedes Jahr von zahllosen Gästen aus Deutschland besucht werden.

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