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Wenn der Stress des Alltags Überhand nimmt: Burnout

by cyrus
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Die Entwicklung und der Fortschritt auf zahlreichen Gebieten erleichtern den Menschen das Leben teilweise auf erhebliche Art und Weise. Wer kann sich heute noch vorstellen, wie anstrengend es ist, Wäsche ohne Waschmaschinen zu waschen? Dieser stetige Fortschritt hat jedoch auch seinen Preis. Denn nicht nur der Komfort für die Menschen vermehrt sich, auch der Stress und die Sorgen wachsen stetig an.

Was ist der Grund dafür? Wahrscheinlich ist es das Resultat vieler Faktoren. Zum einen ist es sicherlich die unsichere Lage, was die Arbeitsplätze betrifft. Furcht verspüren nicht nur die, die bereits aus der Gruppe der arbeitenden Bevölkerung ausgeschieden und auf der Suche nach einer neuen Arbeit sind. Auch zahlreiche Menschen, die einer regelmäßigen Arbeit nachgehen, haben Angst um ihre Arbeit. Diese Angst ist natürlich sehr belastend und führt dazu, dass die betroffenen Personen stets gestresst wirken.

Stress kann natürlich auch durch ein großes Arbeitspensum oder durch einen äußerst anspruchsvollen Job erzeugt werden. Auch die eigene finanzielle Situation kann Menschen unter Stress setzen: reichen die Lohnzahlungen aus, um den Lebensunterhalt zu sichern oder muss an jeder Ecke und Kante gespart werden? Muss vielleicht sogar mehr als eine Arbeit angenommen werden, um über die Runden zu kommen? Und wie sieht es überhaupt mit der Verbindung von Beruf und Familie aus?

Lässt sich eine Arbeit, die das finanzielle Auskommen sichert, noch mit einem harmonischen Familienleben unter einen Hut bringen oder muss immer eines von beidem kürzer treten? Oder noch schlimmer: was passiert wenn es in einem der beiden Bereiche eben einmal nicht „rund läuft“? Wird der Frust über die Situation am Arbeitsplatz mit nach Hause genommen und erzeugt wohlmöglich dort auch noch „dicke Luft“? Diese und noch zahlreiche weitere Faktoren haben Einfluss darauf, wie groß der Stress ist, der auf einer Person lastet. Wenn dieser Stress Überhand nimmt und den Alltag dominiert, kann es zu einem Burnout-Syndrom kommen.

Erst die Bekenntnisse eines prominenten Fernsehkochs ebneten in Deutschland den Weg dafür, dass das Burnout-Syndrom als „Problem der Lebensbewältigung“, das in den USA bereits seit  den 60er Jahren bekannt ist und erforscht wird, anerkannt wurde.

Was ist das Burnout-Syndrom?

Das Burnout-Syndrom ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne. Das Burnout-Syndrom bezeichnet vielmehr einen mentalen Zustand, den Zustand den „sich-ausgebrannt-fühlens“. Das Burnout-Syndrom steht am Ende einer langen Entwicklung, die vielleicht sogar einmal mit dem Gefühl von Begeisterung begonnen hat.

Prinzipiell kann jeder von dem Burnout-Syndrom betroffen sein, der einmal eine Tätigkeit mit viel Begeisterung ergriffen hat. Man hat sich vorher Gedanken gemacht, was einen in der Zukunft erwartet, man hatte genaue Vorstellungen und Hoffnungen. Was aber, wenn sich dies alles nicht erfüllt, wenn es eben nicht so ist, wie man es sich einmal vorgestellt hat? Wenn man merkt, dass man einen Kampf gegen Windmühlen auszufechten scheint? Man rennt immer und immer wieder gegen eine Mauer, erfährt eine Enttäuschung nach der anderen und mit jeder Niederlage steigt die Frustration.

Dies kann soweit gehen, dass man den Glauben an diese Sache verliert, ja nicht nur das, man wird vollkommen desillusioniert und fällt in ein emotionales Loch. Man fühlt sich ausgelaugt, schraubt das Engagement in vielen Dingen zurück und kann irgendwann die Anforderungen des normalen Alltags gar nicht mehr bewältigen. Die Folge ist ein totaler Ausfall in allen Bereichen des Lebens.

Typische Symptome für das Burnout-Syndrom sind Konzentrationsschwächen, chronische Müdigkeit, emotionale Erschöpfung und Abstumpfung, Gleichgültigkeit gegen alles und jeden, ein besonderes starkes Frustrationsempfinden bei Rückschlägen, Depression, Schlafstörungen, Gefühl der Einsamkeit, Unsicherheit, Konfliktvermeidung, hohe Reizbarkeit, Distanziertheit und auch eine konstant negative Einstellung. Treten mehrere dieser Symptome über einen längeren Zeitraum hinweg gemeinsam auf, besteht bereits ein erhöhtes Burnout-Syndrom-Risiko.

Wie wird das Burnout-Syndrom behandelt?

Das Burnout-Syndrom muss quasi von mehreren Fronten aus behandelt werden. Da oft ein Minderwertigkeitsgefühl mit für das akut werden des Syndroms verantwortlich ist, das aus dem Gefühl resultiert, dass die eigene Arbeit nicht angemessen gewürdigt und auch nicht adäquat vergütet wird, muss der Arbeitgeber unbedingt in die Behandlung des Burnout-Syndroms involviert werden.

Dies geschieht selbstverständlich am besten, wenn der Arbeitgeber es erst gar nicht so weit kommen lässt. Wenn Mitarbeiter und deren Arbeit regelmäßig und in angemessener Weise für ihre Arbeit gewürdigt werden, kommt ein Gefühl der Minderwertigkeit gar nicht erst auf. Positiv kann sich auch das Übertragen von Verantwortung oder das Miteinbeziehen in gewisse Entscheidungen auf das Wohlbefinden des Mitarbeiters am Arbeitsplatz auswirken.

Generell hilft ein positives Arbeitsumfeld, dem Burnout-Syndrom entgegenzuwirken. Und dass Arbeitgeber stets um die mentale Verfassung ihrer Mitarbeiter besorgt sein sollten steht außer Frage, denn für ihn kann es sehr teuer werden, wenn der Angestellter seine Aufgaben nicht vernünftig oder irgendwann auch gar nicht mehr ausführt. Positive Bestärkung der Mitarbeiter sollte daher eine Selbstverständlichkeit sein.

Die wichtigste Rolle bei der Behandlung des Burnout-Syndroms spielt jedoch der Betroffene selber. Dieser muss dafür Sorge tragen, dass sich sein Leben im Gleichgewicht befindet. Das bedeutet, dass er einen Ausgleich für seinen Stress finden muss. Dies kann zum Beispiel die eigene Familie sein, die einem Rückhalt bietet. Dies können Freunde sein, die positive Bestärkung anbringen. Dies können Hobbys sein, die eben nicht vernachlässigt sondern gerne und ausgedehnt betrieben werden.

Dies kann die Einbindung von Ruhephasen und absoluter Entspannung in den Alltag sein, etwa in Form von Meditation oder regelmäßigen Besuchen einer Sauna. Es kann auch durch regelmäßiges Reisen ein Ausgleich für einen stressigen Alltag geschaffen werden. Und auch das regelmäßige Zubereiten von luxuriösen Menüs kann für manche eine emotionale Entspannung sein.

Wer tiefenentspannt ist, ist in keiner Weise anfällig für das Burnout-Syndrom. Daher ist es so wichtig, alle Bereiche des Lebens in der Waage zu halten und den eigenen Bedürfnissen in diesem ausgeglichenen System ausreichend Raum zu lassen.

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