Was hilft gegen Augenringe?
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Dunkle Ringe unter den Augen deuten meist auf eine zu kurze oder schlaflose Nacht hin. Bei vielen Menschen treten sie nur selten und kurz auf, zum Beispiel in Folge einer langen Partynacht. Bei manchen Menschen sind die Augenringe jedoch fast permanent zu sehen und werden als kosmetischer Makel wahrgenommen. Dann kann möglicherweise der Arzt helfen.

Wie entstehen dunkle Augenringe?

Die Haut ist im Augenbereich sehr dünn. Darunter verläuft ein kreisförmiger Muskel (der Musculus Orbicularis Ori). Die bläulichen Blutgefäße dieses Muskels schimmern stets mehr oder weniger sichtbar durch die dünne Haut. Wie auffällig sie durchschimmern hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ganz wichtig ist zum Beispiel eine Versorgung mit ausreichendem Sauerstoff.

Mit Sauerstoff angereichertes Blut ist heller und schimmert entsprechend weniger durch. Weil das Blut nach einer durchzechten Nacht mit anschließendem Schlafmangel sehr sauerstoffarm ist, ist es entsprechend dunkel und leichter unter der dünnen Haut zu sehen. Ein flotter Spaziergang, bei dem frischer Sauerstoff getankt wird und der Kreislauf in Schwung kommt, kann daher die beste Waffe gegen dunkle Augenringe sein. Hellhäutige Menschen leiden häufiger unter dunklen Augenringen, da die Blutgefäße durch sehr helle blasse Haut leichter durchschimmern.

In manchen Fällen kann es sich auch um eine sogenannte Hyperpigmentierung handeln, d.h. um eingelagerte Melanine. Dies sind die Hauptpigmente, die die Haut im Sommer selbst bildet um sich vor der Sonne zu schützen und die zu der begehrten Sonnenbräune der Haut führen.

Was tun gegen Augenringe?

Um dunkle Augenringe erfolgreich zu bekämpfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten um die Sauerstoffversorgung der Blutgefäße zu verbessern. Wer dauerhaft unter dunklen Augenringen leidet, sollte das eigene Schlafverhalten auf die Probe stellen: Viele Menschen reden sich gerne ein, dass sie mit 5-6 Stunden Schlaf auskommen, doch sie übersehen die Signale des Schlafmangels. Schon 2-3 Nächte mit ausreichendem Schlaf genügen oft, damit die Augenringe verschwinden.

Zu den Faktoren, die einen negativen Einfluss auf die Durchblutung haben, gehören Alkohol und Nikotin. So haben starke Raucher überdurchschnittlich häufig dunkle Augenringe, weil nur noch wenig Sauerstoff durch ihre verengten Blutgefäße fließt. Ein Rauchstopp und ein begrenzter Alkoholkonsum können also viel dazu beitragen, dass die Gesichtshaut besser durchblutet wird. Das Gleiche gilt übrigens auch für andere Drogen.

Sehr viele Menschen trinken tagsüber zu wenig. Dadurch verdickt das Blut, es fließt langsamer und wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Aus gutem Grund raten Ärzte nach einer durchzechten Nacht dazu, viel Wasser zu trinken um den ausgetrockneten Körper wieder in Schwung zu bringen.

Was hilft gegen Augenringe?

Wenn sich die Augenringe trotz ausreichendem Schlaf und ausreichender Flüssigkeitszufuhr nicht zurückbilden, ist ein Gang zum Arzt ratsam um etwaige medizinische Ursachen zu klären. Fast die Hälfte aller Frauen leidet beispielsweise unter Eisenmangel, da der Körper jeden Monat durch die Periode viel Blut verliert. Eisenmangel führt dazu, dass das Blut schlecht mit Sauerstoff versorgt wird und entsprechend dunkler wirkt. Nahrungsergänzungsmittel können den Eisenmangel beheben und dunkle Augenringe gehören der Vergangenheit an.

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In seltenen Fällen können jedoch auch ernsthafte Krankheiten dahinter stecken, für die die Augenringe nur eines von mehreren Symptomen ist. Der Arzt kann außerdem ermitteln, ob es sich um eine Hyperpigmentierung handelt. Werden die Augenringe als enorme Belastung empfunden, kann eine Hyperpigmentierung medizinisch behandelt werden. So lassen sich mit Hilfe eines Lasers Augenringe entfernen, indem die überschüssigen Pigmente zerstört werden. Allerdings handelt es sich um eine recht teure kosmetische Behandlung, die aus eigener Tasche bezahlt werden muss.

Hyperpigmentierung kann verschiedene Gründe haben. Ist sie erblich, ist der Mensch gegen seine Gene leider machtlos. Ist die Hyperpigmentierung jedoch z.B. durch häufige Besuche eines Solariums entstanden, kann der Verzicht auf die Sonnenbank dazu beitragen, dass die Augenringe verschwinden.

Was tun gegen Augenringe wenn alles nichts hilft?

Zahllose Websites empfehlen Hausmittelchen oder Maßnahmen wie kalte Teebeutel auf den Augen. Diese sorgen dafür, dass dicke Augen nach einer langen Partynacht abschwellen, wodurch auch die Durchblutung angeregt wird. Sie sind aber nur kurzfristige Hilfsmaßnahmen. Wenn alle Maßnahmen zur besseren Sauerstoffversorgung des Blutes nichts fruchten, bleibt nur noch der Griff zu einem Abdeckstift oder Concealer.

Abzuraten ist von den häufig zur Behandlung von Augenringen und Tränensäcken empfohlenen Hämorrhoiden-Cremes. Diese zielen darauf ab, die Blutgefäße zu verengen. Dies kann kurzfristig dazu beitragen, dass dicke Augen abschwellen, trocknet aber zugleich die Haut aus. In vielen Hämorrhoiden-Cremes ist obendrein Kortison enthalten, das die Haut noch dünner macht, so dass dunkle Augenringe noch stärker hervortreten.

Tränensäcke und Schlupflider

Tränensäcke und Schlupflider gehören neben dunklen Augenringen zu den am weitesten verbreiteten „Makeln“ der Augenpartie. Bei Tränensäcken handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit, die durch schlaffes Bindegewebe begünstigt wird. Da sie meist in höherem Alter auftreten, lassen sie betroffene jüngere Menschen älter aussehen als sie sind. Genau wie dunkle Augenringe können Tränensäcke erblich sein. Werden sie als extremes Problem empfunden, kann der Arzt sie mit einem kleinen operativen Eingriff entfernen.

Während unter den Augen dunkle Augenringe und Tränensäcke stören, treten über dem Auge häufig lästige Schlupflider auf. Auch diese stehen im Zusammenhang mit Schlafmangel. Von Schlupflidern ist die Rede, wenn die Haut über den Augen erschlafft und die Augenpartie so bedeckt, dass die Augenlider nur noch teilweise oder gar nicht mehr darunter zu sehen sind. Dies lässt die Augen müde und „halb geschlossen“ wirken. Tatsächlich können Schlupflider dazu führen, dass das Gesichtsfeld eingeschränkt wird. Der Arzt kann hier wie bei Tränensäcken mit einem leichten korrigierenden Eingriff helfen. Dabei wird überschüssige Haut entfernt und die restliche Haut gestrafft.

Die besten Waffen gegen dunkle Augenringe, Tränensäcke und Schlupflider sind edoch noch immer viel Schlaf und viel trinken und sorgfältige Augenpflege.

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