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Saunabesuche ohne Fauxpas

by cyrus
saunabesuch

Regeln sind da um sie zu befolgen – nagut, jedenfalls fast immer. Aber vor allem in der Sauna sollten einige Regeln bzw. Umgangsformen doch gut überlegt sein. Hier eine kleine Überbsicht, was Sie auf jeden Fall beachten sollten!

Gerüche und Hygiene

Einen Tag vor  dem Besuch einer Sauna sollte Essen mit Knoblauch vermieden werden. Knoblauch wird auch ausgeschwitzt bzw. über die Haut ausgedünstet, es ist sehr unangenehm für andere Gäste und damit peinlich für den Saunagast. Dasgleiche gilt für alle Arten von Parfums. Aufdringliche Gerüche in der Sauna gelten als Lapsus. Vor dem allerersten Gang in die Saunakabine ist Duschen mit Shampoo angesagt. Ebenfalls sollte man nach jedem „verschwitzten“ Saunagang erst duschen bevor man sich in den Pool oder ins Tauchbecken stürzt.

Do’s and Dont’s: Handtuch und Badeschlappen

Badeschlappen gehören auf keinen Fall in die Saunakabine. Zum einen könnten sie ausdünsten und zum anderen würden sie im Weg stehen und andere Gäste müssen sich bemühen nicht darauf zu treten. Unfallgefahr! Dass man die Sauna höchstens mit einem Handtuch bekleidet betritt, hat nichts mit Fleischbeschau zu tun, sondern mit Hygiene. Badebekleidung hat in der Sauna nichts zu suchen. Denn wenn diese aus synthetischem Material besteht, können in der Hitze, genauso wie die Badeschlappen ungesunde Dämpfe freigesetzt werden. Man tut sowieso gut daran, so viel Haut wie möglich zu zeigen: Je mehr unbedeckte Fläche, desto besser verdunstet der Schweiß, der den Körper kühlt. Das Handtuch auf dem man sitzt sollte nur minimal grösser sein als die Sitzfläche, aber groß genug um allen Schweiß des eigenen Körpers aufzufangen ohne aufs Holz zu tropfen.

Umgangsformen

Wie überall gehört auch in der Sauna Höflichkeit dazu. Ein freundlicher Gruß beim Betreten der Kabine und rasches Schließen der Tür (damit keine Wärme verloren geht) sollten selbstverständlich sein. Sind viele Gäste anwesend, lieber zuerst fragen, ob der Platz frei ist, bevor man sich setzt..

Es gilt als höflich beim Betreten der Kabine und rasches Schließen der Tür (damit keine Wärme verloren geht) freundlich zu grüßen und auch den Saunagast neben den man sich unmittelbar in einer engen Kabine setzen möchte zu fragen ob der Platz noch frei ist. Bei dicht nebeneinander sitzenden Saunagästen dringt man automatisch in dessen Privatsphäre ein und sollte dies respektvoll würdigen. Leises! Sprechen in der Saunakabine ist erlaubt, ausgenommen bei Hinweisen auf stille Kabinen oder Meditation – Saunakabinen.

Peinliche Begegnungen in der Sauna

Erblicken Sie Ihren Chef oder einen Kollegen in der Sauna, heißt es Ruhe bewahren! Sich einfach davon zu stehlen ist stillos und für alle Beteiligten peinlich. Bleiben Sie locker, bedecken Sie Ihre Scham mit dem Saunatuch und grüßen Sie freundlich, aber distanziert. Dann lassen Sie sich auf einem Platz nieder, auf dem Sie in die gleiche Richtung blicken, wie Ihr Chef oder der Kollege bzw. die Kollegin.

Der Tag danach

Zum guten Ton gehört es auch, die Begegnung in der Sauna nicht im Büro herauszuposaunen und Kollegen und Bekannte über jedes pikante Detail zu informieren. Die wichtigste aller Saunaregeln lautet also: Was in der Sauna geschieht, bleibt in der Sauna und somit in einem geschützen Rahmen!

Auf Abstand halten

Man sollte  mindestens 50 Zentimeter (eine Armlänge) Abstand zum nächsten Saunagast halten. Ist es ohnehin schon voll, gilt es als unhöflich, sich auszubreiten. Völlig unangebracht sind ausladende Körperhaltungen wie breitbeiniges Sitzen. Starren und aufdringliche Bewegungen gehören übrigens auch zu den absoluten No-Go’s in der Sauna.

Frischer Aufguss erwünscht?

Bevor Sie die Hitze in der Kabine durch einen Aufguss erhöhen, fragen Sie die Anwesenden ob das auch für sie angenehm ist. Gerade die Personen auf den oberen Bänken werden die höhere Luftfeuchtigkeit und größere Hitze schnell zu spüren bekommen. Menschen, die Probleme mit ihrem Kreislauf haben, können nur noch die Flucht nach druaßen wagen. Während des Aufgusses selbst sollten Sie vermeiden, den Raum zu verlassen, das gilt als die Todsünde unter Saunieren. Wenn Ihnen der Sinn nach einem Zusatz in Form eines ätherischen Öls steht, sollten Sie auch hier vorher fragen.

Richtig Abkühlen

Die Abkühlung ist nach jedem Saunagang wichtig. Der Vorgang sollte am besten mit einem kühlen Luftbad von zwei bis fünf Minuten beginnen. Dann erfolgen kalte Schlauchgüsse oder Schwallbrausen, stets bei den Händen und Füßen beginnend und allmählich zur Körpermitte fortschreitend. Dadurch wird das Training der Blutgefäße in der Haut gefördert. Der Abkühlvorgang kann durch warme Fußbäder (bis 40 °C, nur knöchelhoch) beschleunigt werden. Fußbäder weiten die durch das Kaltwasser verengten Hautgefäße und begünstigen so den Abtransport der überschüssigen Wärme über die Kapillaren der Haut. Danach sollte der Saunabesucher für zwölf bis 15 Minuten auf einer Liege ausruhen.

Entgegen der landläufigen Vorstellung bringt die Sauna bei richtiger Anwendung trotz der starken Wärmeeinwirkung keine übermäßig hohe Belastung für Herz und Kreislauf mit sich. Sauna wird sogar ausdrücklich Hochdruckpatienten in frühen Stadien empfohlen. Die Biosauna mit ihrer moderaten Temperatur ist ideal. Danach sanft Abkühlen. Kälteschocks vermeiden.

Technik nein Danke!

Jegliche Technik gehört nicht in die Sauna. Ob nun der Walkman, MP3-Player oder das Handy, lautstarke Gespräche oder Musik stören die anderen Gäste. Beim Handy besteht zudem die Gefahr des Missbrauchs. Damit Gäste nicht unwissentlich fotografiert werden, ist in jeder Sauna das Handy verboten.

Nach der Sauna: Eincremen oder nicht?

Eine häufige Streitfrage betrifft das Pflegeverhalten nach der Sauna: Abseifen und Eincremen oder nicht? Während einige Hautexperten zum Eincremen nach der Sauna raten, lehnen andere das vehement ab. Eine pauschal richtige Handlungsweise für alle Hauttypen gibt es jedoch nicht. Wichtig ist vielmehr, was sich gut anfühlt.

Richtig ist, dass der Saunagang an sich bereits zur Hautpflege zählt. Durch die Hitze in der Sauna wird die Durchblutung nämlich kräftig angekurbelt, Hautporen öffnen sich und Schweiß tritt aus. Mit dem abfließenden Schweiß lösen sich abgestorbene Hautzellen. Außerdem stärkt regelmäßiges Saunieren den natürlichen Säureschutzmantel der Haut, dessen pH-Wert zwischen fünf und sechs liegt.

Daher reicht an sich eine anschließende Dusche ohne Seife oder Duschgel. Doch je nachdem, wie viele und welche Düfte der Körper mit dem Schwitzen ausdünstet, kann jeder für sich entscheiden, ob er nicht doch ein Duschgel benutzen möchte. Ratsam ist allerdings, zu einem pH-neutralen Produkt zu greifen, um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu zerstören.

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