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Bier, Salz und Brötchen – Food-Trends 2012 in der Sauna

Wer hätte gedacht, dass Bier, Salz und Brötchen jemals im Zusammenhang mit einer Sauna genannt werden? Hier die neuesten Trends für 2012 aus dem Sauna-Bereich.

Darf es ein kühles Blondes sein?

Das Gerücht, dass warmes Bier Erkältungen vorbeugt, beziehungsweise Symptome einer akuten Erkältung lindert, existiert schon sehr lange. Doch was ist da eigentlich genau dran und wenn es so gut bei oder gegen Erkältungen ist, ist es dann sinnvoll zwei gesundheitsfördernde Methoden miteinander zu verbinden, indem man das Bier in der Sauna trinkt?

Hopfenzapfen und auch Getreide, beides Grundbausteine eines zünftigen Gerstensaftes, enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe und Vitamine. Diese Bestandteile werden durch den Brauvorgang an das entstehende Produkt, Bier, weitergegeben. Vitamine stärken den menschlichen Körper, sie fördern den Stoffwechsel und stärken die Nerven. Das im Getreide enthaltene Zink, kann das Immunsystem stärken und somit die menschlichen Abwehrkräfte verbessern. Bitterstoffe und ätherische Öle können positiven Einfluss auf die Zahl eventuell vorhandener Krankheitserreger haben. Wird eine ausreichende Menge dieser Stoffe aufgenommen, kann dies auch einen erholsamen und gesunden Schlaf fördern. Es scheint so, als sei da tatsächlich etwas dran, an der heilenden Wirkung des Bieres. Doch warum sollte es warm getrunken werden?

Bier, das warm getrunken wird, fördert das Schwitzen. Wer also in der Sauna warmes Bier trinkt, schwitzt deutlich schneller und kann demzufolge auch die Entschlackung früher in Gang setzen. Dieser Effekt könnte jedoch auch mit jedem anderen warmen Getränk erzielt werden. Wer auf die positiven Nebenwirkungen des warmen Gerstensaftes nicht verzichten möchte, der sollte darauf achten, dass die Temperatur des Bieres nicht über 40 Grad Celsius steigen sollte, da sonst der Zersetzungsprozess der Inhaltsstoffe aktiviert wird.

Zudem sollte in der Sauna ausschließlich alkoholfreies Bier konsumiert werden. Denn Alkohol weitet die Gefäße, wodurch der Blutdruck steigen kann. Ein rascher Wechsel der Temperaturen, wie es bei einem Saunabesuch üblich ist, kann das Herz überfordern.

Ein Salzpeeling in der Sauna

In der modernen Zeit steht nicht mehr nur die Entspannung im Vordergrund, die sich nach einem Besuch der Sauna einstellt, es dürfen und sollen gerne auch alle Sinne angeregt und gereizt werden.

Eine Möglichkeit, um in der Sauna möglichst viele Sinne anzusprechen, ist ein Peeling mit angereicherten Salzen. Diese Salze enthalten nicht nur Mineralstoffe und Spurenelemente, sie können auch mit ätherischen Ölen oder zum Beispiel mit Aloeveraextrakten angereichert werden.

Das großzügige Auftragen der angereicherten Salze hat jedoch nicht nur einen massierenden Effekt, der die Durchblutung anregt. Die durch die Hitze und durch das Salz geöffneten Hautporen können die Mineralstoffe und die Wirkstoffe der Öle erheblich besser aufnehmen, als würde das Salz in einem normal-temperierten Raum auf die Haut aufgetragen.

Die kleinen Salzkristalle haben zudem eine wunderbare, reinigende Funktion. Durch das Massieren werden abgestorbene, kleine Hautschuppen gelöst und können im Anschluss an das Peeling ganz einfach heruntergespült werden. Eine zarte und sehr weiche Haut ist das Ergebnis dieses Prozesses.

Aber Vorsicht: bei empfindlicher oder verletzter Haut kann das Salz auf der Haut auch brennen.

Befinden sich in der Sauna Aerosole, gelöste Salze, so kann dies auch einen positiven Effekt bei Atemwegserkrankungen haben. Werden sie eingeatmet, können sie bis in die kleinsten Verästelungen der Bronchialverzweigungen und bis in die Lungenbläschen vordringen. Die Lungen weiten sich, was ein tieferes Einatmen ermöglicht.

Aerosole können, bedingt durch den hohen Salzgehalt, schleimlösend wirken. Wer aber nun denkt, dass ein Salzpeeling in der Sauna die beste Medizin für einen schlimmen Husten ist, der täuscht sich. Der Körper ist im erkälteten Zustand schwach und kann den Anstrengungen eines Saunabesuchs möglicherweise nicht standhalten. Deshalb ist es sinnvoll, vorbeugend zu saunieren!

Brotzeit in der Sauna

Brötchen in der Sauna

Eine weitere Neuheit ist die des Brötchenbackens direkt in der Schwitzhütte. Während dem etwa zehn-minütigen Backvorgang der Brötchen, bleibt der Backofen geöffnet. Der Duft aufbackenden Brötchen verteilt sich zunehmend im Raum, was einen ganz bestimmten Effekt hat, den jeder kennt, der schon einmal in den frühen Morgenstunden, vor dem ersten Hahnenschrei an einer Bäckerei vorbeigegangen ist: Dieser Duft erscheint überwältigend und die Lust auf ein frisch gebackenes Brötchen oder eine Scheibe Brot steigt ins Unermessliche.

Ist dieser Punkt erreicht, hat man schon lange wieder vergessen, dass man viel zu früh aufstehen musste, denn Glückshormone, so genannte Endorphine, werden freigesetzt. Endorphine sorgen für eine positive Gesamtstimmung, sie machen glücklich und wirken auch schmerzhemmend sowie beruhigend. Und dieser Effekt tritt selbstverständlich auch ein, wenn direkt in der Sauna Brötchen gebacken werden. Der Vorteil der Backstube in der Sauna liegt klar auf der Hand: sobald die Brötchen fertig gebacken sind, können sie in aller Ruhe verzehrt werden.

Zu dem wohligen Gefühl, das sich ohnehin schon nach dem Besuch einer Sauna einstellt, kommt in diesem Fall also auch noch ein Gefühl der Zufriedenheit. Ein doppelt positives Erlebnis!

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